Schluckstörung bei Parkinson
Wie man das Schlucken von Medikamenten erleichtern kann
Parkinson-Erkrankten fällt häufig das Schlucken schwer. Bei einer Schluckstörung (Dysphagie) kann es leicht zu Lungenentzündungen kommen, falls Nahrungsmittel über die Luftröhre in die Lunge gelangen. Es kann auch zu einer Mangelernährung führen, weil man auf Grund der Schwierigkeiten vermeidet, ausreichend zu essen.
Bei Dysphagie gibt es naturgemäß auch Probleme beim Schlucken von Medikamenten.

Bei Kapseln kann es hilfreich sein, den Kopf leicht nach vorne zu neigen, sodass die Kapsel dann auf dem Wasserspiegel im Mund schwimmt und bei Kontakt mit dem Rachen automatisch den Schluckreflex auslöst.
Bei unretardierten Arzneimitteln oder solchen ohne magensaftresistenten Überzug kann auch das Mörsern der Tablette oder das Öffnen der Kapsel die Arzneistoff-Einnahme erleichtern.
Manche Medikamente gibt es auch als Granulat, Brausetablette oder überhaupt gleich in flüssiger Form. So ist Madopar® LT als lösliche Tablette erhältlich.
Auch schlucken Patienten für gewöhnlich leichter Medikamente gemeinsam mit breiförmiger Nahrung (z.B. Apfelmus, aber nicht Pudding oder Joghurt weil zu eiweißreich). In der Apotheke gibt es auch spezielles Andickungspulver zu kaufen.
Eine weitere Möglichkeit bietet die Medcoat® Schluckhilfe, die einen gelartigen Film aus Lebensmittelzutaten um die einzunehmende Tablette zieht. Dadurch wird das Schlucken erleichtert, Tablettengeschmack überdeckt und es bestehen keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Die Schluckhilfe ist praktisch für unterwegs und ist zucker- sowie lactosefrei.
Quelle: PTA heute / Medcoat® Schluckhilfe
Video YouTube: Medcoat® Schluckhilfe






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