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Krankheitsmodifizierende Therapieansätze bei Morbus Parkinson

  • Autorenbild: rUhl56
    rUhl56
  • 17. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Parkinson-Krankheit lässt sich bislang nur symptomatisch behandeln. Intensiv wird deshalb nach neuen krankheits-modifizierenden Therapieansätzen gesucht.

Zwei therapeutische Ansätze stehen dabei besonders im Fokus:

GLP-1-REZEPTOR, dessen Aktivierung möglicherweise neuro-protektive Effekte hat, und ALPHA-SYNUCLEIN , dessen Verklumpung mit dem Krankheitsverlauf in Verbindung steht.


Beides sind äußerst spannende Ansätze, die Hoffnung wecken, dass es in naher Zukunft erstmals möglich wird, das Fort-schreiten neurodegenerativer Prozesse zu verlangsamen.
  • Prof. Dr. Kathrin Brockmann auf der Pressekonferenz zum Welt-Parkinson-Tag 2025

Prof. Dr. Kathrin Brockmann, Oberärztin der Neurologischen Klinik, Leiterin der Parkinson-Ambulanz am Universitätsklinikum Tübingen und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Parkinson.
Prof. Dr. Kathrin Brockmann, Oberärztin der Neurologischen Klinik, Leiterin der Parkinson-Ambulanz am Universitätsklinikum Tübingen und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Parkinson.

ALPHA-SYNUCLEIN - PRASINEZUMAB

Prasinezumab ist ein in der Entwicklung befindlicher monoklonaler Antikörper, der sich gegen die Aggregation (Verklumpung) von α-Synuclein im Gehirn richtet.

Alpha-Synuclein (α-Syn) ist ein kleines Protein, das hauptsächlich im Gehirn vorkommt und eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung zwischen Nervenzellen spielt. Fehlfaltungen und Aggregation (Verklumpung) von α-Syn ist das charakteristische Merkmal neurodegenerativer Krankheiten wie der Parkinson-Krankheit und der Lewy-Körper-Demenz.


PASADENA-Studie

Mitte April 2024 hatte eine Subgruppen-Analyse der PASADENA-Studie Hinweise geliefert, dass der alpha-Synuclein-Antikörper Prasinezumab – in der Frühphase verabreicht – für Betroffene mit schnellerer Krankheitsprogression Vorteile bietet. Aktuelle Analysen aus der PASADENA-Studie deuteten darauf hin, dass eine längere Gabe von Prasinezumab über 4 Jahre hinweg das Fortschreiten der Erkrankung bei allen behandelten Patientinnen und Patienten verlangsamen könnte. Die fehlende Placebo-Kontrollgruppe limitiert jedoch die Aussagekraft. Zur Validierung sind größere, placebokontrollierte Langzeitstudien unerlässlich.


PADOVA-Studie

Basierend auf den Erkenntnissen der PASADENA-Studie wurde die PADOVA Studie initiiert. Sie untersucht Prasinezumab bei 586 Betroffenen im Frühstadium der Parkinson-Erkrankung, die derzeit bereits mit Levodopa oder MAO-B-Hemmern behandelt wurden. Im Vergleich zur PASADENA-Studie ist die PADOVA-Kohorte im Durchschnitt älter, länger erkrankt und motorisch stärker eingeschränkt.

GLP-1-REZEPTOR-AGONISTEN

Auch GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Exenatid und Lixisenatid bleiben im Fokus. Beide sind Medikamente zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zur Senkung der Blutzuckerwerte.


Exenatid zeigte in einer aktuellen Phase III Studie keinen signifikanten Nutzen. Frühere Studien lieferten jedoch Hinweise auf potentiell neuroprotektive Effekte.

Lixisenatid ergab in einer Untersuchung eine geringe, aber statistisch signifikante Verlangsamung der Progression. Künftige Studien werden sich auf höhere Dosierungen und eine verbesserte Durchdringung des Zentralnervensystems mit dem Wirkstoff konzentrieren.


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