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Ernährung

Aktualisiert: 17. Jan.

Es gibt keine spezielle Diät bei Parkinson! Eine gesunde Ernährung und balaststoffreiche Mischkost sind aber erstrebenswert.

Worauf doch geachtet werden sollte:

  • Nicht zu viel auf einmal und nicht zu spät essen. Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt sind für den Verdauungstrakt nicht so belastend – auch günstig bei eventuell auftretender Übelkeit.

  • Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme sollte in die Zeit der besten Medikamentenwirkung fallen (Kautätigkeit besser, Schluckstörungen seltener, Magen-Darm arbeiten besser).

Weiter wichtig:

  • Eiweiß konkurriert mit L-Dopa beim Transport aus dem Darm in die Blutbahn (derselbe Transportmechanismus) – daher achten Sie auf eine zeitliche Trennung der L-Dopa-Aufnahme mit der Eiweißaufnahme. Als Faustregel gilt: Eine halbe Stunde vor und eine Stunde nach einer Mahlzeit keine L-Dopa-Einnahme.

  • Glutamat: Glutamat wird in vielen Fertigprodukten und in der chinesischen Küche viel verwendet. Die Aufnahme sollte bei Parkinson-Erkrankten möglichst gering gehalten werden, da beim Morbus Parkinson schon ein relativer Glutamatüberschuss besteht.

  • Milch und Molkegetränke: Sind keine Getränke, sondern flüssige Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt.

  • Grapefruit sollte vermieden werden, da über Beeinflussung eines Leber-Enzym-Systems (Cytochrom P450) Veränderungen in der Wirksamkeit von Medikamenten hervorgerufen werden können. 


Häufige Probleme

Darmträgheit – Obstipation: 

  • Ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, welche bei ausreichendem Flüssigkeitsangebot quellen und so die Darmpassage erleichtern. Ballaststoffe sind in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthalten.

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – mindestens 1½ bis 2 Liter pro Tag.

  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung (Ausdauertraining) fördert die Darmtätigkeit und wirkt sich somit positiv auf die Verdauung aus.


Schluckstörungen (bei Fortschreiten der Erkrankung):

  • Ess-Training (bewusste Gestaltung der Ess-Situation)

  • Beim Essen genügend Zeit lassen.

  • Passierte oder breiige Kost, Essen und Trinken zeitlich trennen.

  • Spezialbesteck oder Trinkhalme, etc.

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