Ernährung
- rUhl56

- 14. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Jan.
Es gibt keine spezielle Diät bei Parkinson! Eine gesunde Ernährung und balaststoffreiche Mischkost sind aber erstrebenswert.
Worauf doch geachtet werden sollte:
Nicht zu viel auf einmal und nicht zu spät essen. Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt sind für den Verdauungstrakt nicht so belastend – auch günstig bei eventuell auftretender Übelkeit.
Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme sollte in die Zeit der besten Medikamentenwirkung fallen (Kautätigkeit besser, Schluckstörungen seltener, Magen-Darm arbeiten besser).
Weiter wichtig:
Eiweiß konkurriert mit L-Dopa beim Transport aus dem Darm in die Blutbahn (derselbe Transportmechanismus) – daher achten Sie auf eine zeitliche Trennung der L-Dopa-Aufnahme mit der Eiweißaufnahme. Als Faustregel gilt: Eine halbe Stunde vor und eine Stunde nach einer Mahlzeit keine L-Dopa-Einnahme.
Glutamat: Glutamat wird in vielen Fertigprodukten und in der chinesischen Küche viel verwendet. Die Aufnahme sollte bei Parkinson-Erkrankten möglichst gering gehalten werden, da beim Morbus Parkinson schon ein relativer Glutamatüberschuss besteht.
Milch und Molkegetränke: Sind keine Getränke, sondern flüssige Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt.
Grapefruit sollte vermieden werden, da über Beeinflussung eines Leber-Enzym-Systems (Cytochrom P450) Veränderungen in der Wirksamkeit von Medikamenten hervorgerufen werden können.
Häufige Probleme
Darmträgheit – Obstipation:
Ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, welche bei ausreichendem Flüssigkeitsangebot quellen und so die Darmpassage erleichtern. Ballaststoffe sind in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthalten.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – mindestens 1½ bis 2 Liter pro Tag.
Bewegung: Regelmäßige Bewegung (Ausdauertraining) fördert die Darmtätigkeit und wirkt sich somit positiv auf die Verdauung aus.
Schluckstörungen (bei Fortschreiten der Erkrankung):
Ess-Training (bewusste Gestaltung der Ess-Situation)
Beim Essen genügend Zeit lassen.
Passierte oder breiige Kost, Essen und Trinken zeitlich trennen.
Spezialbesteck oder Trinkhalme, etc.




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